Entstehungsgeschichte

Machbarkeitsstudie als Grundlage

Als erste Phase der Projektentwicklung wurde Ende 2005 eine Machbarkeitsstudie im Rahmen des Programms Soziale Stadt durchgeführt.
Hierbei wurden die sozialplanerischen und städtebaulichen Aspekte für die Umgestaltung der Liegenschaft Theresienstraße 30-34 in ein gemeinschaftliches Wohnprojekt ausgearbeitet und grob die Kosten kalkuliert.
Außerdem sollte der konkrete Bedarf für diese Wohnform – mit Benennung und Charakterisierung der interessierten Haushalte – belegt werden.
Die Ernsthaftigkeit des Interesses einzelner Haushalte an der geplanten gemeinschaftlichen Wohnform wurde außerdem durch die Gründung eines entsprechenden Bewohnervereins manifestiert.
Im Anschluss wurde die Liegenschaft vom St.-Johannis-Verein auf die AWO-Stiftung in Form einer Schenkung übertragen.
Die AWO-Stiftung stellt sich damit selbst einer neuen Aufgabe: dem Miet- wohnungsbau und der Gebäudesanierung unter Einbeziehung der künftigen Nutzer und Nutzerinnen.

Bündelung von Finanzierungsquellen

Die Umbau- und Sanierungsmaßnahmen der 16 Wohneinheiten und der Gemeinschaftsbereiche haben ein Volumen von knapp 3,1 Mio. €.
Diese hohen Investitionskosten resultieren einerseits aus der nachhaltig ausgerichteten, barrierefreien und energiesparenden Bauweise, andererseits aus der Heterogenität der Gebäude (u.a. denkmalgeschützt) und den Nutzungsansprüchen (von privat über halböffentlich bis öffentlich).
Neben Stiftungserlösen wurden für die Bauwerke (Altbausanierung und Neubau) und Nutzungen (privater Wohnungsbau, gemeinnützige Bereiche) sowie für die verschiedenen Bauabschnitte (Abriss, Entkernung und Neugestaltung) verschiedene Förderanträge gestellt.

  • Beim Wohnen: Bayerisches Modernisierungsprogramm (für den Altbau) Einkommensorientierte Förderung (für den Neubau) KfW-Energieeinsparprogramm
  • Bei den Gemeinbedarfseinrichtungen und bei der städtebaulichen Neuordnung: Soziale Stadt (Städtebauförderung) Kommunaler Haushalt (z.B. Bürgschaft in Höhe 1 Mill.Euro)
  • Denkmalschutz und soziale Innovation: Bayerische Landesstiftung Die unterschiedlichen Fördertatbestände und Finanzierungsarten wurden in einer einheitlichen Wirtschaftlichkeitsberechnung für das gesamte Bauvorhaben gebündelt und vereinbar gemacht.