Unser Wohnprojekt

Fürth hat mit seiner westlichen Innenstadt das größte Sanierungsgebiet in Bayern im Bund- Länder-Programm „Soziale Stadt“.
Weitere Besonderheit: das Stadtzentrum ist der soziale Brennpunkt.
Das einheitliche Ensemble historischer Bausubstanz kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass hier ein höherer Prozentsatz ärmerer Schichten und mehr Menschen mit Migrationshintergrund leben als in der Gesamtstadt.

Der Seniorenanteil bewegt sich nur deswegen im gesamtstädtischen Mittel, weil die Migrantenfamilien eine höhere Reproduktionsrate aufweisen.
Die größten Gegensätze bestehen zwischen den älteren Deutschen und der nachwachsenden Generation von Ausländern.
Die bisherige Sanierungsstrategie verfolgt eindeutig Aufwertungsziele, um einkommensstärkere und deutsche Bevölkerungsschichten in das Quartier zu holen.
Unter Bedingungen von vorherrschend privatem Streubesitz ist die Aufwertung nur indirekt über Verbesserungen im öffentlichen Raum und über die Vergabe von öffentlichen Fördermitteln für die private Sanierung steuerbar.
Jetzt nach sieben Jahren „Soziale Stadt“ ist die Aufwertung bereits sichtbar und als Prozess voll im Gang.
Im Ergebnis hat sie aber nicht nur die erhofften positiven Wirkungen, sondern führt auch zu Verdrängungen auf Seiten der präkäreren Bevölkerungsschichten und zu neuen sozialen Spannungen.